Bundesweiter Greenpeace-Aktionstag "Saubere Luft"

Infoaktion zur Stickoxidbelastung in Osnabrück im Rahmen der Mobilitätskampagne

Themengebiet:
Umwelt & Wirtschaft

(Osnabrück, 26.02.2017) Das Problem der miesen Luft in deutschen Städten -darunter Osnabrück- ist längst kein neues mehr. Besonders Dieselmotoren sind wahre Stickoxid-Schleudern und somit Verursacher von zirka 10.000 vorzeitigen Todesfällen pro Jahr in Deutschland. Die Lösung ist klar und denkbar einfach: Fahrverbote für alte Dieselautos. Dazu brauchen wir mittelfristig die Entwicklung einer neuen Mobilität ohne private Automobile.

Am nächsten Samstag, dem 04. März 2017 beteiligt sich die Umweltschutzorganisation Greenpeace mit der Gruppe Osnabrück am bundesweiten Gruppenaktionstag "Saubere Luft". Zwischen 12 Uhr und 15 Uhr werden die Greenpeace-Akteure in der Fussgängerzone Große Straße (voraussichtlich vor dem Haus 54) in Osnabrück über die Gefahren von Stickoxiden informieren und Lösungsansätze aufzeigen. "Bei unseren zuständigen Politikern, an vorderster Front bei unserem guten Freund Herrn Dobrindt, stößt das Thema mal wieder nur auf Angst vor wirtschaftlichen Einbußen. Abgesehen davon, dass wir eh schon einer globalen Weiterentwicklung hinterherhinken, ist diese Haltung wohl kaum vor den Opfern der schlechten Luft – nämlich allen BürgerInnen – zu rechtfertigen," so Jan Wichmann, Mitglied im AK Mobilitätskampagne der Greenpeace-Gruppe Osnabrück. 

Dass Deutschland in Punkte Luftqualität ordentlich hinterherhinkt, ist auch schon der EU aufgefallen, die gegen Deutschland ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet hat. Denn in Deutschland gibt es 23 Regionen, die es voraussichtlich bis 2020 nicht schaffen werden, die Richtlinie 2008/50/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21.Mai 2008 über Luftqualität und saubere Luft für Europa in Bezug auf die NO2-Grenzwerte umzusetzen. 

"Eine Wende ist also unausweichlich, nur die Frage der möglichst sinnvollen Gestaltung könnte die Bundesregierung jetzt noch an sich reißen," so Greenpeace-Sprecher Tobias Demircioglu. Aber auch die Kommunen und Städte haben durchaus selbst zahlreiche Möglichkeiten zu handeln, ohne dass von Seiten der Politik bzw. Gesetzgebung der Wink mit dem Zaunpfahl kommt.

Weitere Informationen zur Mobilitätskampage" und zum Aktionstag "Saubere Luft" beim Greenpeace-Sprecher Tobias Demircioglu unter Telefon: 05401-36 42 16 oder per Mail: presse@osnabrueck.greenpeace.de