Urwaldschutz, warum eigentlich?

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Greenpeace zu Gast im Gymnasium Oesede

(Georgsmarienhütte, 17.10.2018) In diesem Jahr beteiligte sich die Umweltschutzorganisation Greenpeace mit der Gruppe Osnabrück an einem Nachhaltigkeitsprojekt im Gymnasium Oesede. Greenpeace-Waldexperte Tobias Demircioglu durfte an einem Projekttag seinen Waldvortrag den Schülerinnen und Schülern der 7. Jahrgangsklasse vorstellen. Während des zweistündigen Vortrages zeigte der Greenpeace-Waldexperte Bilder über die Urwälder und Regenwälder dieser Erde. Darunter auch leider die weltweite Waldzerstörung. Zunächst erläuterte Demircioglu den Unterschied zwischen den "Urwäldern" und den "Tropischen Regenwäldern". Zunächst wurden die Tropischen Regenwälder entlang des "Äquators" gezeigt.

Im Spiel wird der Konflikt zwischen Holzwirtschaft und Ureinwohnern deutlich

Nach gut zwei Stunden ging es dann nach draußen. Im Rahmen eines "Urwaldspiels" wurden die 14 Schülerinnen und Schüler der Projektgruppe in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe waren die Holzfäller der großen "Holzkonzerne" und die andere Gruppe spielten die Tiere und Menschen, die von und mit den Regenwaldbäumen leben. Im Vorfeld wurden Zeitungspapiere auf den Boden verteilt. Darauf stellte sich die Gruppe der gespielten "Tiere und Menschen". Beim Kommando "Auf die Plätze  - fertig - los" mussten die Holzfäller so viel Papier sich schnappen wie nur möglich mal. Die "Tiere und Menschen" mussten versuchen, ihren Lebensraum zu verteidigen. Nach gut fünf Minuten heftigen Gerangels hieß es dann "Stopp!". Was blieb übrig? Jeder Schüler aus der Gruppe der "Tiere und Menschen" stand auf einem kleinen Stückchen Papier. "Ihr seht, was die Holzfäller der großen Konzerne in kurzer Zeit mit den Tropischen Regenwälder machen! Alle zwei Sekunden verschwindet auf der Erde Wald in der Größe eines Fussballfeldes. Die Tiere und Ureinwohner der Regenwälder haben gegen die großen Holzkonzerne so gut wie keine Chance."

Siegel bieten Orientierung beim Einkauf von Möbel und Papier

Nach dem anschaulichen "Urwaldspiel" ging es zurück in die Klasse zum zweiten Teil. Tobias Demircioglu erläuterte den Schülern, was jeder von Ihnen machen kann zum Schutz der Urwälder und Regenwälder dieser Erde. Achtet beim nächsten Kauf von Möbel auf das Zeichen "FSC". Dieses internationale Siegel zeigt an, dass das Holz aus ökologischer Waldwirtschaft stammt. Beim Kauf von Papier - ob in der Schule oder zu Hause - sollten die Kinder auf den "Blauen Umweltengel - Weil aus 100 Prozent Altpapier hergestellt" achten. Wenn Ihr darauf achtet, leistet Ihr schon einen tollen Beitrag zum Schutz der Urwälder und Regenwälder dieser Erde. Denn eins machte Greenpeace-Waldexperte Tobias Demircioglu deutlich: "Wenn die Waldvernichtung in diesem Tempo so weitergeht, dann haben wir in 40 bis 50 Jahren keine Urwälder und Tropischen Regenwälder auf dieser Erde." Und die sind nun einmal ganz wichtig zum Schutz des Klimas.

Wenn Schulen (ab Grundschule) Interesse am Waldvortrag haben, dann können Sie mit Greenpeace-Waldexperte Tobias Demircioglu Kontakt aufnehmen. Telefon: 05401-36 42 16 oder per Mail: tobias.demircioglu@ok.de

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