Strafpunkt für Verkehrsminister

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Passanten konnten "Wünsche und Strafpunkte" an Bundesverkehrsminister Scheuer vergeben

(Osnabrück, 01.06.2019) Auch diese Woche kam nicht viel bei rum beim Klimaschutzgipfel der Bundesregierung. Am Mittwoch tagte das Klimakabinett und dabei sollte der Verkehrsminister ein Paket an Maßnahmen auf den Tisch legen, die den CO2-Ausstoß im Verkehr schnell und deutlich senken. Aber wieder mal ist nichts ist passiert. Ein Fünftel der deutschen Klimagase in Deutschland stammen aus dem Verkehr – Diesel und Benziner pusten jede Sekunde fünf weitere Tonnen klimaschädliches CO2 in die Luft. „Der Verkehr ist heute das Sorgenkind beim Klimaschutz“, sagt Tobias Demircioglu von Greenpeace-Osnabrück. „Verkehrsminister Scheuer darf schnell wirkende Maßnahmen wie eine E-Auto-Quote nicht länger ausbremsen. Die Verkehrswende muss heute beginnen.“

Wie sich die Menschen eine gute und klimafreundliche Verkehrspolitik vorstellen, fragten Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten am heutigen Samstag auch in Osnabrück. Am Nachmittag konnten Passanten "Wünsche und Strafpunkte" an Bundesverkehrsminister Scheuer abgeben. Wünsche wie etwa „autofreie Innenstädte“, „keine Neuzulassungen für Diesel und Benziner ab 2025“ oder „kostenloser Nahverkehr“. Strafpunkte sammelten die Aktivisten für umstrittene Aussagen von Andreas Scheuer zu Themen wie z.B. einem Tempolimit auf Autobahnen. Das Motiv zur Greenpeace-Umfrage zeigt den Verkehrsminister, der Deutschland „mit Vollgas in die Klimakrise“ steuert. Die bundesweiten Resultate des Verkehrs-Votings wird Greenpeace dem Verkehrsminister zukommen lassen.

Deutschland braucht eine Verkehrswende: weg von klimaschädlichen Verbrennungsmotoren hin zu einer sauberen und effizienten Mobilität. "Obwohl wir uns sicher, schnell und komfortabel fortbewegen wollen, stecken wir fest – auf überfüllten Autobahnen, in verstopften Städte und verstaubten Verkehrskonzepten. Der öffentliche Raum muss gerechter verteilt werden, "so Greenpeace-Sprecher Tobias Demircioglu. Für den Schutz des Klimas und lebenswerte Städte fordert Greenpeace deutlich mehr Investitionen in Bus, Bahn und sichere Radwege. Ab dem Jahr 2025 sollten nur noch abgasfreie Autos neu zugelassen werden dürfen.

gez. Tobias Demircioglu (Sprecher von Greenpeace Osnabrück)

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