“Hop, Hop, Hop! Kohle Stopp!”

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(Osnabrück, 20.11.2018) Am vergangenen Samstag demonstrierten 150 Menschen lautstark in der Osnabrücker Innenstadt für eine bessere Klimapolitik. Es geht dabei vor allem um die Kohleenergie, mit dessen Ausstieg sich momentan die Kommission “Strukturwandel, Arbeit, Beschäftigung” in Berlin beschäftigt. Am 12. Dezember soll sie zu einem Ergebnis kommen. Das soll den Kohleausstieg sowohl sozialverträglich als auch umweltbewusst gestalten. Dieser Termin liegt mitten in der UN Klimakonferenz COP24 im polnischen Kattowitz. In Kattowitz soll das weitere Vorgehen in Sachen Pariser Klimaabkommen entschieden werden. Dazu möchte die Bundesregierung gerne schon ein Ergebnis in der deutschen Klimapolitik präsentieren können – und zwar die Ergebnisse der Kohlekommission. Doch uns ist es viel wichtiger, dass das am Ende formulierte Papier eine verantwortungsvolle Klimapolitik beinhaltet. Seid Jahren verhindern die Lobbymächte RWE und co. einen schnelleren und effizienteren Wandel in der Energiebereitstellung. Wir fordern, dass die bedrohlichen Anzeichen, die immer wieder vom “Club of Rome” oder vom “IPCC” kommen, ernst genommen werden und sich in den politischen Zielen, Entwicklungen und Methoden widerspiegeln.

Dafür gingen am 17.11. in der Osnabrücker Innenstadt 150 Menschen - mehr als erwartet – auf die Straße. Vorne her lief eine kleine Trauergemeinschaft, die mit gesenkten Köpfen und weißen Blumen die geliebte Erde in einem Sarg zu Grabe trugen. Dies sollte natürlich nur ein Mahnzeichen sein, aber Volker Bajus (Fraktionsvorsitzender der Grünen im Osnabrücker Rat) merkte trotzdem an, dass die Menschheit im Moment eher auf eine Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur von 3°C bis 4°C zusteuert. Das ist deutlich höher als die vom IPCC und dem Pariser Klimaabkommen festgesetzte 2°C Grenze, die das weltweite Ökosystem noch gerade so verkraften könnte.

Auf der Demo waren zudem, was die Veranstalter der Jugendgruppe als sehr positiv bemerkten, alle Generationen vertreten: Während sich an der Spitze des Demozuges eine Menge Jugendlicher mit lautem Rufen deutlich bemerkbar machten, liefen hinten auch Familien und ältere Leute mit. Die Greenpeace Jugendgruppe zieht also eine positive Bilanz und hofft nun auf ein großes Zeichen, das am 1. Dezember gesetzt werden soll. In Berlin und Köln werden an dem Termin gleichzeitig zwei Großdemonstrationen unter dem Motto “Klima retten! Kohle stoppen!” stattfinden.

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