Die Letzten ihrer Art

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(Osnabrück, 02.10.2021) Am nächsten Samstag, dem 09.10.2021 beteiligt sich die Umweltschutzorganisation Greenpeace mit der Gruppe Osnabrück am bundesweiten Aktionstag zum Schutz unserer Wälder. Beginn ist um 10 Uhr bis zirka 13 Uhr in der Fussgängerzone Große Straße Osnabrück. Wälder sind einzigartige Lebensräume. In ihnen finden sich 80 Prozent aller bekannten Tier- und Pflanzenarten an Land. Wälder spielen für den Erhalt der natürlichen Artenvielfalt eine besondere Rolle.

Auch die Wälder in Deutschland spielen eine herausragende Rolle für den Erhalt der Artenvielfalt in Deutschland. Doch fast 90 % der Wälder in Deutschland sind in einem schlechten Zustand. Viele heimische Waldökosysteme sind vom Aussterben bedroht. Das betrifft vor allem Laubwälder und damit alle mit diesem Ökosystem verbundenen Lebewesen.

Für den dramatischen Rückgang der Artenvielfalt sind in erster Linie wir Menschen verantwortlich. Auch in Deutschland ist der Schwund der Arten dramatisch: Rund jede dritte Säugetierart in Deutschland ist in seinem Bestand gefährdet. Auch wenn in Deutschland bereits ein größerer Teil an gefährdeten Waldgesellschaften in “Schutzgebieten” verschiedener Kategorien liegt, bedeutet dies leider nicht, dass sie vor Holzeinschlag  geschützt sind.

Deshalb fordert Greenpeace einen konsequenten Schutz aller gefährdeten Waldgesellschaften durch echte Schutzgebiete und eine nachhaltige Bewirtschaftung der übrigen Wälder.

"Diese Forderung zusammen mit einem Schutzgebietskonzept möchten wir mit einem Gruppenaktionstag auf die Straße bringen. Denn damit unsere Wälder wieder stabiler und damit auch klimaresilienter werden, müssen sie wieder naturnäher werden. Dazu muss sich der Umgang mit ihnen- und vor allem ihre Bewirtschaftung komplett ändern. Eine Waldwende ist dringend nötig," so der Greenpeace-Sprecher Tobias Demircioglu.

Bei der Aktion gibt es auch eine Unterschriftenaktion. Darin fordern wir: "Keine Fällungen in gefährdeten Laub- und Mischwäldern; "Schutz für 30 Prozent unserer Wälder"; "Naturnahe Bewirtschaftung in den 70 Prozent übrigen naturnahen Wäldern".

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