Der Teutoburger Wald erwacht

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Kürzlich veranstaltete Tobias Demircioglu aus der Gruppe Osnabrück der Umweltschutzorganisation Greenpeace eine gut dreistündige Exkursion durch den Kleinen Freden in Bad Iburg. Thema: "Frühblüher". Der Einladung sind 16 Personen gefolgt, darunter einige Kinder. Zu Anfang erläuterte Demircioglu die Geologie und Entstehung des Gebietes. Erste Frage in die Runde: Warum Frühblüher? "Ganz einfach, durch das fehlende Blätterwerk der Bäume können sich die ersten Blühpflanzen so richtig ausbreiten. Erst wenn die Bäume Laub tragen, ist auch die Zeit der "Frühblüher" vorbei, weil dann das notwende Sonnenlicht fehlt," so der Greenpeace-Exkursionsleiter.

Kritisch ging er auf die Forstindustrie ein, die beabsichtigt erneut in das Naturschutzgebiet einzuschlagen. Dann ging es los zum Aufstieg auf den 200 m über NN gelegenen Kleinen Freden (Naturschutzgebiet). Es dauerte gar nicht lange, da waren die ersten Blühpflanzen gefunden. Wir fanden unter anderem "Buschwindröschen", "Waldbingelkraut", "Mandelwolfsmilch", "Aronstab",  "Hohle Lerchensporn", "Waldveilchen" und noch zahlreiche andere Frühblüher, darunter auch zahlreiche Heilpflanzen. Jeder durfte mal kosten am leckeren "Bärlauch", der hier auf dem Kalkstein besonders gut wächst. Die teilnehmenden Kinder durften sich am "Brennesseltest" versuchen. "Damit es auf der Haut nicht brennt, einfach die Luft anhalten," so Demircioglu.  Auch das Alter eines Baumes durften die Kinder mittels Maßband ermitteln. Zum Schluss konnten die Kinder noch keschern im Fredenbach.

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