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Die Osnabrücker Greenpeace-Jugend legte sich am Samstag dem 16.2. in der Fußgängerzone symbolisch schlafen, um darauf aufmerksam zu machen, dass wir unsere Erde jetzt und heute retten müssen und dass die Bundesregierung und die gewählten Parteien diese Chance nicht verschlafen dürfen!

(Osnabrück, 18.02.2019) Am 26. Januar stellte die Kommission “Strukturwandel, Wachstum, Beschäftigung” - oder einfacher: "Kohlekommission” - ihren Abschlussbericht vor. Zwischen guten Vorsätzen fällt darin vor allem das empfohlene Enddatum im Jahr 2038 für die Energiegewinnung aus Kohle auf. Dieses Datum ist für uns schlichtweg inakzeptabel. Einen Tag zuvor haben noch 20.000 Schülerinnen und Schüler vor den Tagungsräumlichkeiten der Kommission für ihre Zukunft demonstriert. Echte Klimapolitik wird noch immer als das politische Sahnehäubchen gesehen, obwohl wissenschaftlich längst erwiesen ist, dass heftige politische Maßnahmen vonnöten sind. Trotzdem wird noch nicht einmal der schmerzlose Schritt weg von der Kohleenergie wirklich geschafft. Erst danach müssten die deutlich schwierigeren und aufwendigeren Schritte gemacht werden, zum Beispiel beim Thema Verkehr oder in der Landwirtschaft. In Berlin wird wohl immer noch geschlafen, während draußen die Alarmglocken klingeln.

Der Wecker klingelt und die verantwortlichen Politiker schlafen

Die Greenpeace JAG legte sich deshalb am letzten Samstag symbolisch zum schlafen in die Osnabrücker Fußgängerzone. Und das gleich mit voller Ausrüstung für einen guten Schlaf. Auch Kuscheltiere und Schlafmasken durften nicht fehlen. Doch immer wieder klingelte der nervige Wecker und holte die symbolischen Politiker aus ihrem Klimaschlaf. Ihr Traum von einer schönen Welt wurde von unserem realen Albtraum, wenn wir an die Zukunft denken jäh unterbrochen. Gott sei Dank! Denn sie bemerkten neben den interessierten aber auch erschrockenen Blicken vieler Passanten, dass sie den Kohleausstieg ganz verschlafen hatten.

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