Pestizide in Obst und Gemüse

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(Osnabrück, 06.11.2016) Die Umweltschutzorganisation Greenpeace mit der Sektion Osnabrück informiert am nächsten Samstag, dem 12.11.2016 von 10:30 Uhr bis 13 Uhr in der Großen Straße 54 in Osnabrück über die Untersuchungsergebnisse von Pestiziden in Obst und Gemüse. Greenpeace Deutschland hat anhand eines Fragebogens erhoben, welche Maßnahmen die Supermärkte ergreifen, um den Pestizideinsatz in der gesamten Produktionskette zu überwachen und zu reduzieren. Die Antworten wurden herangezogen, um die Maßnahmen und Ziele der Handelsketten in vier Hauptkategorien zu bewerten.

"Erfreulich ist zwar die Tatsache, dass sämtliche Supermärkte und Discounter etwas gegen den übermäßigen Pestizideinsatz unternehmen möchten. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede der einzelnen Supermarktketten hinsichtlich Ehrgeiz und Transparenz," so Greenpeace-Sprecher Tobias Demircioglu. Am Stand liegt auch eine Protestpostkarte aus, die Verbraucher unterzeichnen können und bei Ihrem Supermarkt "um die Ecke" abgeben können. Darin fordert der Unterzeichner den Supermarkt auf, nicht nur pestizidfreies Obst und Gemüse, sondern auch einen Anbau ohne giftige Spritzmittel! Des weiteren soll sich der Supermarkt verpflichten, Ihre Lieferanten und Produzenten auf den Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide zu verzichten. Es muss eine Reduktion der toxischen Belastung durch Pestizide in der Produktion (Feld, Gewächshaus, Plantage) erreicht werden. Dies kann in einem ersten Schritt durch weniger starken Pestizideinsatz und einen Verzicht auf besonders giftige Wirkstoffe erreicht werden. Eine nachhaltige Landwirtschaft kann es langfristig gesehen aber nur ohne den Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide geben.

Bewertet wurde, inwiefern die Handelsunternehmen in Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten schon in diese Richtung arbeiten oder dies für die nächsten Jahre planen. Noch immer werden jährlich in Deutschland 31.000 Tonnen Pestizide auf konventionelles Obst und Gemüse gespritzt. Konventionelle Äpfel werden von der Blüte bis zur Ernte 21 mal mit Pestiziden behandelt. "Zum Schutz von Bienen und der eigenen menschlichen Gesundheit muss der Handel ein deutliches Zeichen gegen den Pestizideinsatz im konventionellen Obst- und Gemüseanbau unternehmen! Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft nur Obst und Gemüse aus der ökologischen Landwirtschaft. Denn im Öko-Landbau sind chemisch-synthetische Spritzmittel verboten," so der Greenpeace-Sprecher Tobias Demircioglu.

Die detaillierten Untersuchungsergebnisse können auch beim Greenpeace-Sprecher Tobias Demircioglu kostenlos angefordert werden. Telefon: 05401-36 42 16 oder per Mail: tobias.demircioglu@ok.de

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